Bilder richtig aufhängen
Ein Bild hängt gerade, wenn Aufhängung, Wandbefestigung und Position zueinander passen. Schau zuerst auf die Rückseite: Draht, zwei Ösen, Schiene oder integrierte Aufhänger bestimmen, wo die Befestigung sitzen muss. Das Gewicht des Rahmens und der Wandaufbau entscheiden über Haken oder Dübel. Für ein leichtes Bild kann eine geeignete bohrfreie Befestigung genügen, wenn Oberfläche und Herstellerangaben dazu passen. Schwerere Rahmen brauchen eine Befestigung, die für Untergrund und Last vorgesehen ist.
Höhe und Anordnung ausmessen
Bestimme die gewünschte Position und berücksichtige Möbel darunter, Fenster und benachbarte Bilder. Bei mehreren Rahmen markiere zunächst ihre Außenkanten mit Papier oder Malerkrepp und beurteile die Anordnung aus etwas Abstand. Miss von der Oberkante des Rahmens bis zum Aufhängepunkt, damit du den Wandhaken korrekt positionierst. Nutze eine Wasserwaage oder eine gerade Hilfslinie; ein Maßband allein verhindert keine schiefe Reihe. Die Übersicht zu Messwerkzeugen erklärt, welche Hilfen für Ausrichtung und Markierung nützlich sind.
Wand und Befestigung abstimmen
Prüfe, ob die Wand aus Beton, Voll- oder Lochstein, Gipskarton oder einem anderen Material besteht. Ein Haken, der in einer Wand gut hält, kann in einer Hohlwand ungeeignet sein. Bei Bohrungen müssen mögliche Leitungen beachtet werden; ein Ortungsgerät allein garantiert nicht, dass die Stelle frei ist. Ist die Lage unklar, bohre nicht. Für die Dübelwahl hilft Welcher Dübel für welche Wand?. Verwende bei einer Bohrung den für den Untergrund passenden Bohrer und die Montagehinweise des Befestigungssystems.
Aufhängepunkt korrekt übertragen
Übertrage den gemessenen Abstand vom Rahmenaufhänger auf die Wand. Bei zwei Befestigungspunkten miss den tatsächlichen Abstand am Rahmen, statt ihn nach Augenmaß zu schätzen. Kontrolliere Markierungen mit der Wasserwaage, bevor du bohrst. Wenn der Rahmen einen Draht hat, hängt die erforderliche Position davon ab, wie weit sich der Draht unter dem Gewicht anhebt. Hänge den Rahmen probeweise ein und korrigiere erst dann, wenn er sicher abgestützt ist. Bei sehr empfindlichen Wänden oder wertvollen Bildern lohnt eine zweite Person zum Halten und Prüfen.
Nach dem Aufhängen prüfen
Ziehe leicht am unteren Rahmenrand, um zu kontrollieren, dass er nicht vom Haken rutschen kann. Verwende bei Bedarf geeignete Abstandshalter, damit das Bild parallel zur Wand bleibt. Ein schweres Bild sollte nicht an einem einzelnen beliebigen Nagel hängen. Für größere Wandlasten kannst du die Vorgehensweise beim Regal richtig aufhängen als Orientierung für Wand- und Dübelprüfung nutzen. Weitere einfache Arbeiten findest du unter Selber machen. Prüfe nach einigen Tagen noch einmal, ob Rahmen und Befestigung unverändert sitzen.
Bei einem Rahmen mit Draht kann sich der Aufhängepunkt unter Last deutlich nach oben ziehen. Miss deshalb den Draht nicht nur im entspannten Zustand, sondern hebe ihn vorsichtig so an, wie er später am Haken sitzen wird. Bei zwei Ösen ist der Abstand zwischen den tatsächlichen Aufhängern maßgeblich. Soll eine Bildergruppe symmetrisch wirken, markiere zunächst ihre Gesamtbreite und gleiche Abstände auf dem Boden oder einer Schablone ab. So musst du bei einer Korrektur nicht mehrfach in die Wand bohren. Bewahre bei mehreren Rahmen dieselbe Bezugslinie und prüfe die Reihe aus dem Raum heraus.