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Brett gerade absägen

Für einen geraden Schnitt brauchst du eine klare Markierung, eine stabile Auflage und eine Säge, die zum Holz passt. Miss die benötigte Länge zweimal und markiere den Schnitt mit Bleistift und Winkel rund um das Brett. Entscheide, auf welcher Seite der Linie das Sägeblatt laufen soll, damit die Schnittfuge nicht das fertige Maß verkleinert. Spanne das Brett so ein, dass es nicht wackelt und der Abschnitt nach dem Schnitt nicht einklemmt.

Werkstück vorbereiten

Prüfe, ob Nägel, Schrauben oder andere Fremdkörper im Schnittweg liegen. Stütze längere Bretter ab und lass das abgesägte Ende nicht unkontrolliert herunterfallen. Markiere die Schnittlinie auf der sichtbaren Seite und, wenn hilfreich, auch an der Kante. Ein Anschlagwinkel hilft, eine Linie im rechten Winkel anzulegen. Verwechsle die Schnittseite nicht; die Säge braucht Platz für die Schnittfuge. Passende Messhilfen findest du unter Welche Messwerkzeuge brauche ich?.

Mit der Handsäge ansetzen

Setze das Sägeblatt an der Abfallseite der Linie an und beginne mit kurzen, leichten Zügen, bis eine Führungskerbe entsteht. Halte die Säge in einem angenehmen Winkel und bewege sie gleichmäßig über die gesamte Blattlänge. Lass die Zähne schneiden, statt das Blatt mit Kraft nach unten zu drücken. Kontrolliere die Linie regelmäßig von oben und an der Brettkante. Wenn der Schnitt zu verlaufen beginnt, korrigiere früh mit kleinen Bewegungen, nicht durch seitliches Verdrehen des Sägeblatts.

Abschnitt sicher abtrennen

Je näher du dem Ende kommst, desto mehr soll das abgesägte Stück unterstützt werden. Halte die Hand nicht unter die Schnittstelle und vermeide, dass das Werkstück die Säge einklemmt. Reduziere den Druck beim letzten Teil des Schnitts, damit die Kante nicht ausreißt. Bei einer sichtbaren Kante kannst du die Schnittlinie leicht anritzen oder an einem Reststück testen, wie das Holz reagiert. Für Platten und längere Schnitte ist eine geeignete Führung oder Elektrosäge oft einfacher; siehe Holzplatte richtig zuschneiden.

Maß und Kante kontrollieren

Miss das fertige Stück nach dem Schnitt und prüfe mit dem Winkel, ob die Stirnseite rechtwinklig ist. Kleine Grate lassen sich mit Schleifpapier glätten, ohne die Länge unnötig zu verkürzen. Wenn das Brett schief gesägt wurde, prüfe zunächst, ob die Markierung oder die Auflage verrutscht ist. Bei einer Stichsäge gelten andere Ursachen und Einstellungen; dazu passt Stichsäge sägt schief. Weitere Projekte mit Holz findest du unter Werkzeug für Holzarbeiten und Selber machen.

Schnittlinie sichtbar halten

Wenn die Linie beim Sägen im Holz verschwindet, halte kurz an und richte dich an der Markierung auf der oberen Fläche und an der Seitenkante aus. Der Schnitt sollte der Linie folgen, ohne das fertige Maß zu verkleinern. Bei hartem Holz oder einer stumpfen Säge wird der Schnitt schwerer; stoppe, wenn du ungewöhnlich viel Kraft brauchst, und prüfe Blattzustand sowie Einspannung. Nach dem Schnitt kannst du die Kante mit feinem Schleifpapier leicht brechen. Halte das Werkstück bis zum letzten Sägehub stabil, damit das Reststück nicht abbricht und die Stirnseite ausreißt. Für lange Zuschnitte ist eine geführte Säge eine geeignete Alternative.

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