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Silikonfuge erneuern

Eine alte Silikonfuge zu erneuern besteht aus mehr als dem Auftragen einer neuen Schicht. Der Dichtstoff muss zu Einsatzort und Untergrund passen, und die Fugenflanken müssen sauber und trocken sein. Prüfe zunächst, ob es sich tatsächlich um eine Silikonfuge handelt und ob der Untergrund unbeschädigt ist. Bei Feuchtigkeit, Schimmelverdacht oder einer undichten Konstruktion reicht Überdecken nicht: Kläre zuerst die Ursache und ob eine fachgerechte Reparatur nötig ist.

Alte Fuge vollständig entfernen

Schneide die alte Dichtstoffraupe vorsichtig an den Rändern ein und löse sie mit einem geeigneten Fugenwerkzeug. Achte darauf, Fliesen, Wanne oder Arbeitsplatte nicht zu verkratzen. Entferne lose Reste und verwende Reiniger oder Silikonentferner nur, wenn sie zum Untergrund passen. Produktetikett und Lüftungshinweise beachten. Eine dünne Schicht alten Silikons kann die Haftung der neuen Fuge beeinträchtigen. Bei empfindlichen Oberflächen teste die Methode zuerst an einer unauffälligen Stelle.

Flanken vorbereiten

Reinige die Fugenränder und lasse sie vollständig trocknen. Fett, Staub, Seifenreste und Feuchtigkeit können die Haftung beeinträchtigen. Prüfe, ob die Fuge gleichmäßig tief und breit ist und ob eine Hinterfüllung erforderlich ist; richte dich nach den Vorgaben des Dichtstoffherstellers. Klebe die angrenzenden Flächen ab, wenn du eine scharfe Kante möchtest. Die Arbeitsschritte für Renovierungen sind auch unter Werkzeug für Renovierungsarbeiten eingeordnet.

Dichtstoff gleichmäßig auftragen

Schneide die Kartuschenspitze passend zur Fugenbreite schräg an. Trage den Dichtstoff in einem ruhigen Zug auf und fülle die Fuge, ohne unnötig viele Lücken oder Überstände zu erzeugen. Glätte die Oberfläche mit einem geeigneten Werkzeug und nur mit einem Glättmittel, das für den Dichtstoff und Untergrund empfohlen wird. Ziehe das Abklebeband ab, solange es nach Produktangabe vorgesehen ist. Arbeite zügig genug, damit die Oberfläche nicht bereits anzieht.

Aushärten lassen und kontrollieren

Schütze die neue Fuge vor Wasser, Staub und Belastung, bis die angegebene Aushärtezeit erreicht ist. Die Dauer hängt von Produkt, Fugenmaß, Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab; halte dich an das Etikett statt an eine allgemeine Schätzung. Prüfe anschließend, ob die Fuge durchgehend haftet und keine offenen Stellen zeigt. Eine Fußleiste benötigt ein anderes Montagesystem und nicht automatisch Sanitärsilikon; dazu passt Fußleisten montieren. Weitere Projekte findest du unter Selber machen.

Vor der Arbeit die passende Fuge bestimmen

Nicht jede Anschlussstelle braucht denselben Dichtstoff. Prüfe, ob die Fuge Bewegungen aufnehmen muss, ob sie dauerhaft nass wird und welche Materialien aneinanderstoßen. Nutze nur ein Produkt, das für diesen Einsatz und die angrenzenden Oberflächen ausgewiesen ist. Manche Natursteine oder Kunststoffe reagieren empfindlich auf bestimmte Dichtstoffe; lies die Verträglichkeitsangaben und teste im Zweifel an einer unauffälligen Stelle. Verwende keine neue Raupe, um eine lose oder verschmutzte alte Fuge zu überdecken. Wenn die Fuge hinter einer Wanne oder Dusche verborgen und möglicherweise undicht ist, kläre die Konstruktion, bevor du kosmetisch nacharbeitest. Für weitere Renovierungsschritte siehe Werkzeug für Renovierungsarbeiten.

Lege Handschuhe nur dann an, wenn Produkt und Tätigkeit sie vorsehen, und vermeide Hautkontakt mit frischem Dichtstoff. Reinige Werkzeuge unmittelbar nach dem Auftrag nach den Herstellerangaben.

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