Schadstofflagerung
Schadstofflagerung nach Stoff und Standort planen
Bei der Lagerung von Schadstoffen müssen Gebinde, Lagereinrichtung und Standort zum jeweiligen Stoff passen. Ermittle Stoffeigenschaften, Gebindegrößen und Mengen anhand der Produktunterlagen. Prüfe anschließend, welche Schutz- und Auffanglösung für den konkreten Einsatz vorgesehen ist. Eine allgemeine Bezeichnung wie „Gefahrstoffschrank“ ersetzt nicht die Prüfung der Stoffverträglichkeit und der geltenden Anforderungen.
Auswahlkriterien
- Stoff und Gebinde: Berücksichtige Kennzeichnung, Behältermaterial, Inhalt und Verpackungsgröße.
- Materialverträglichkeit: Prüfe die Freigabe von Schrank, Wanne, Dichtung und Zubehör für die gelagerten Stoffe.
- Volumen und Belastung: Vergleiche Innenmaße, Tragfähigkeit und ausgewiesenes Auffangvolumen mit dem Lagerbedarf.
- Standort: Beachte Aufstellung, Zugang, Umgebung und erforderliche Anschlüsse oder Lüftung laut Produktunterlagen.
- Organisation: Plane Kennzeichnung, getrennte Lagerung und Zugriff nach den betrieblichen Vorgaben.
Gefahrstoffe dürfen nur entsprechend den geltenden betrieblichen und gesetzlichen Anforderungen gelagert werden. Beachte Sicherheitsdatenblätter und Herstellerangaben. Prüfe Einrichtungen, Auffangwannen und Verschlüsse regelmäßig auf Schäden. Bei Unklarheiten zur Zusammenlagerung oder zu erforderlichen Schutzmaßnahmen ist eine fachkundige Stelle einzubeziehen, statt die Eignung zu schätzen.
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Vor dem Kauf vergleichen
Erstelle eine Liste der Stoffe, Gebinde, Mengen und Aufstellorte. Vergleiche diese Daten mit Materialfreigaben, Maßen und technischen Angaben der Lagereinrichtung. Kläre außerdem erforderliche Kennzeichnung und Zubehör. So kann die Schadstofflagerung auf den konkreten Stoffbestand und die geltenden Anforderungen abgestimmt werden.