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Bohrmaschine oder Bohrhammer?

Eine Bohrmaschine dreht den Bohrer; eine Schlagbohrmaschine ergänzt eine schnelle Schlagbewegung, während ein Bohrhammer Schläge mechanisch erzeugt und für harte mineralische Baustoffe ausgelegt ist. Welches Gerät passt, hängt deshalb zuerst vom Untergrund und vom Lochdurchmesser ab. Für Holz und Metall brauchst du normalerweise keine Schlagfunktion. In Beton kann ein Bohrhammer die passendere Wahl sein, während Schlagbohrmaschinen für manche Mauerwerksarbeiten reichen. Prüfe die Herstellerangaben zum Gerät und Bohrer, statt allein nach dem Namen zu entscheiden.

Material und Aufgabe bestimmen

Holz, Metall, Lochziegel, Vollziegel und Beton verhalten sich beim Bohren unterschiedlich. In Holz oder Metall wird üblicherweise ohne Schlag gearbeitet, mit einem dafür vorgesehenen Bohrer. Bei Ziegel kann eine Schlagfunktion empfindliches oder hohlkammeriges Mauerwerk beschädigen; beginne daher ohne Schlag und beurteile den Fortschritt vorsichtig. Harte Betonflächen erfordern ein dafür zugelassenes Gerät und passendes Zubehör. Wenn du die Wand nicht sicher einordnen kannst, kläre erst den Untergrund: Die Übersicht Woraus besteht meine Wand? hilft bei der Einschätzung, ersetzt aber keine Prüfung bei Unsicherheit.

Unterschiede beim Arbeiten

Die Schlagbohrmaschine überträgt viele kurze Schläge über das Bohrfutter. Sie ist vielseitig, kann aber bei längeren Arbeiten in hartem Beton anstrengend sein. Beim Bohrhammer entsteht der Schlag im Schlagwerk; ein SDS-Aufnahmesystem ist häufig, aber nicht jedes Gerät hat dieselbe Aufnahme. SDS-Bohrer und normale Rundschaftbohrer sind nicht beliebig austauschbar. Ein Akku-Bohrschrauber ohne Schlagwerk eignet sich für Schrauben und viele Bohrungen in Holz oder Metall, nicht jedoch automatisch für Beton. Achte auf zulässige Bohrdurchmesser und darauf, ob das Gerät für den vorgesehenen Werkstoff freigegeben ist.

Vor dem Bohren sicher prüfen

Kontrolliere Wandpläne und mögliche Leitungsverläufe, bevor du ein Loch setzt. Verlasse dich nicht allein auf einen Leitungsfinder: Geräte können Leitungen übersehen oder Fehlanzeigen liefern, etwa bei ungünstiger Wandbeschaffenheit. Bei unklarer Lage verschiebe die Bohrstelle oder lass sie fachkundig prüfen. Die DGUV nennt bei Bohrarbeiten ausdrücklich die vorherige Ermittlung möglicher gefährdender Anlagen; siehe DGUV Regel 101-038, Abschnitt 6.1. Trage Schutzbrille, sichere das Werkstück beziehungsweise den Bohreransatz und halte beide Hände am Gerät, wenn dessen Anleitung das vorsieht. Wechsel den Bohrer nur bei stillstehendem, gegen Anlaufen gesichertem Werkzeug.

Die passende Wahl treffen

Für gelegentliche Löcher in Holz oder Metall ist eine einfache Bohrmaschine oder ein Bohrschrauber oft ausreichend. Für harte mineralische Wände kann ein Bohrhammer Zeit und Kraft sparen, sofern Durchmesser und Aufgabe zum Gerät passen. Wenn du hauptsächlich Regale montierst, prüfe zuerst Wandmaterial, Dübel und Bohrer statt vorsorglich das stärkste Gerät zu kaufen. Eine Schrittfolge für die Vorbereitung und das Bohren findest du bei Loch richtig in die Wand bohren; beim Zubehör hilft Welcher Bohrer für welches Material?. Stelle die Funktion nur dann auf Schlag, wenn Untergrund, Bohrer und Geräteanleitung es erlauben. Plane für wiederkehrende Arbeiten außerdem Staubabsaugung und sicheren Stand ein. Wenn der Fortschritt plötzlich stoppt, erhöhe nicht einfach den Druck; prüfe Bohrer, Schlagmodus und möglichen Untergrundwechsel und beachte die Anleitung Bohrer kommt nicht weiter. So vermeidest du unnötige Belastung und erkennst, wann ein anderer Bohrertyp erforderlich ist.

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